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07.05.2020

Illustration: Implantierter Micra-Herzschrittmacher im Herz

Kardiologische Klinik Bad Soden implantiert den kleinsten Herzschrittmacher der Welt

Der Chefarzt der Kardiologie am Krankenhaus Bad Soden, Dr. Rifat Kacapor, und der Leitende Oberarzt, Klaus Andreas, haben im April 2020 zum dritten Mal eine Micra Kardiokapsel eingesetzt. Dabei handelt es sich um den kleinsten Herzschrittmacher der Welt, der in Deutschland erstmals 2015 implantiert wurde.

Der Micra ist etwa so lang wie eine Ein-Euro-Münze und funktioniert im Gegensatz zu konventionellen Herzschrittmachern komplett kabellos. Daher kann er über einen Katheter minimalinvasiv unmittelbar ins Herz eingebracht und mit winzigen Titanärmchen an der Herzwand befestigt werden. An der Spitze des Geräts befindet sich ein Pol, über den die elektrischen Impulse für die Herzaktivität abgegeben werden. Dabei reagiert das System auf den Aktivitätsgrad des Patienten und passt die Schrittmachertätigkeit automatisch an.

„Die Besonderheit dieses Herzschrittmachers ist nicht nur seine Größe sondern auch die Tatsache, dass er aufgrund der fehlenden Drähte jederzeit anders positioniert oder entfernt werden kann“, erklärt der Leitende Oberarzt Klaus Andreas. „Und sollte es medizinisch nötig sein, können sogar mehrere Kapseln an verschiedenen Stellen im Herzen angebracht werden – das ist wissenschaftlich betrachtet hochinteressant und biete viele Möglichkeiten, um individuell auf die medizinischen Bedürfnisse des Patienten einzugehen.“

Die Implantation ist außerdem so wenig invasiv, dass der Patient viele Vorteile davon hat: die OP ist weniger belastend, hinterher kosmetisch so gut wie unsichtbar, das Infektionsrisiko deutlich geringer, der Patient ist nicht bewegungseingeschränkt und daher schnell wieder mobil. Der kleine Herzschrittmacher ist für MRT-Untersuchungen aller Körperregionen zugelassen und hat trotz seiner geringen Größe eine durchschnittliche Lebenszeit von zehn Jahren. Aufgrund dieser Eigenschaften stellt der Micra-Herzschrittmacher besonders für Patienten mit hohem Alter oder mit erhöhtem Risiko eine Alternative dar. Bei entsprechender Indikation übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung die Kosten.

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Fotos

Dr. Rifat Kacapor, Chefarzt der Kardiologie

Klaus Andreas, Leitender Oberarzt

 
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