50 Jahre Krankenhaus Bad Soden fällt in die Corona-Krise


50 Jahre Krankenhaus Bad Soden fällt in die Corona-Krise

Bei seiner Eröffnung im April 1970 wurde das Krankenhaus Bad Soden als Vorreiter eines modernen Klinikbetriebs gefeiert. Diesem Anspruch wird das Akutkrankenhaus auch heute noch gerecht und feiert in diesem Jahr 50 Jahre leistungsstarke Gesundheitsversorgung für die Bürgerinnen und Bürger der Region. Mit seinem breit gefächerten Leistungsspektrum aus sechs operativen Disziplinen und drei internistischen Fachabteilungen bietet es qualitativ hochwertige stationäre Behandlung in Wohnortnähe.
„Der Main-Taunus-Kreis war bei der Eröffnung sehr stolz darauf, seiner Bevölkerung ein derart modernes Krankenhaus zur Verfügung stellen zu können. Auch heute blicken wir mit Stolz auf eine hervorragend aufgestellte Versorgungsstruktur in den Kliniken, die für die Gesundheit der Bürger da ist und medizinische Bestleistung erbringt. Das bestätigt sich gerade auch in der aktuellen Corona-Krise, die Ärzte und Pflegepersonal in Bad Soden aber auch in Hofheim vor extreme Herausforderungen stellt. Eine tolle Leistung!“ hebt Landrat Michael Cyriax angesichts des Jubiläums hervor.

Auch im Verbund der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus, zu dem sich im Jahr 2016 die Krankenhäuser Bad Soden, Hofheim und das Klinikum Frankfurt Höchst zusammengeschlossen haben, würdigt man die Leistung des Standortes Bad Soden anlässlich seines Geburtstags „Das Krankenhaus hat sich seine Modernität und seine persönliche Note über die Jahrzehnte erhalten. Mit seinem Leistungsspektrum spielt es eine gewichtige Rolle in unserem Verbund“, hebt der Vorsitzende der Geschäftsführung Martin Menger hervor.

Den runden Geburtstag hätten die Kliniken des Main-Taunus-Kreises gerne zum Anlass genommen, abseits vom Tagesgeschehen mit der Bevölkerung und ihren Mitarbeitern zu feiern: 50 Jahre Krankenhaus Bad Soden sind schließlich ein Grund! Doch unter dem Einfluss von COVID-19 kam es anders und zwangsläufig sowohl zur Absage der offiziellen Jubiläumsfeier als auch zur Verschiebung des für den 9. Mai geplanten Tages der offenen Tür im Krankenhaus. Die Kliniken hoffen jedoch, die Feiern nach Bewältigung der Infektionswelle nachholen zu können
„Dass wir ausgerechnet zum runden Geburtstag eine Situation erleben würden, wie es sie seit Bestehen des Krankenhauses noch nie gegeben hat, haben wir uns nicht träumen lassen“, betont Klinik-Geschäftsführer Stefan Schad. „Die aktuelle Krise ist sicher ein besonderer Prüfstein in unserer 50jährigen Geschichte, doch bin ich überzeugt, dass wir auch diese herausfordernde Phase meistern werden, wenn ich sehe, wie großartig sich jeder Einzelne in den Kliniken derzeit engagiert.“

Wie alle zeitgemäßen Krankenhäuser befand sich auch die Sodener Klinik in den vergangenen Jahrzehnten in einer stetigen Phase des Aus- und Umbaus. Die letzte große Erweiterung fand 2009 nach Vergrößerung des OP-Bereichs und Fertigstellung eines neuen Bettenhauses ihren Abschluss. „Auch aktuell wird weiter modernisiert: Neben dem Umbau unserer Notaufnahme entsteht rund um unser Herzkatheterlabor ein moderner kardiologischer Funktionstrakt, den wir voraussichtlich bereits im Sommer eröffnen können“, stellt Geschäftsführer Schad in Aussicht.

Anfang April 1970 hatte das Krankenhaus Bad Soden seine Türen geöffnet und in drei medizinischen Fachabteilungen die stationäre Akutversorgung der Bevölkerung aus dem Main-Taunus-Kreis übernommen. Die Innere Medizin, die Chirurgie mit Intensivstation und die Gynäkologie und Geburtshilfe beeindruckten bei Eröffnung der Klinik durch „modernste Ausstattung“. „Überwachungsgeräte zur ständigen Kontrolle der Körperfunktionen“ aber auch eine „vollständige Narkoseeinrichtung“ waren laut damaligem MTK-Almanach die Highlights des Neubaus. Mit dem Einbau einer Patientenschleuse im Operationsbereich wollten die Bauherren bereits vor 50 Jahren dem Aspekt der Krankenhaushygiene Rechnung tragen und entsprachen so „aktuellsten Forschungserkenntnissen im Bereich der Krankenhaushygiene und Infektionsverhütung“. Aber auch der Komfort für die Patienten stand schon vor einem halben Jahrhundert im Fokus: Helle, freundliche Zimmer für höchstens drei Patienten, ein eigener Nachttisch und ein WC für zwei Patientenzimmer machten Eindruck im Vergleich zu den sonst üblichen Krankensälen. 3600 Patienten wurden im Jahr der Eröffnung in der Klinik behandelt. 218 Mitarbeiter kümmerten sich damals in Medizin, Pflege und Verwaltung um deren Wohl. Fünf Operationen fanden durchschnittlich pro Tag im neuen Krankenhaus statt.
Ganz anders das Bild, das sich heute für die Kliniken des Main-Taunus-Kreises zeichnen lässt: Mehr als 63.000 Patienten kommen jährlich zu einer ambulanten oder stationären Behandlung in eine der zwölf medizinischen Fachabteilungen der Krankenhäuser Bad Soden und Hofheim. Mit rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Kliniken einer der größten Arbeitgeber der Region. Aufgrund des operativen Schwerpunkts des Sodener Krankenhauses finden hier täglich mindestens 50 Operationen statt.

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