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24.03.2020

Für weitere Corona-Patienten gerüstet

Aktuell werden vier mit dem COVID-19-Virus (Corona) infizierte Patienten im Krankenhaus Hofheim behandelt. Vier weitere Verdachtsfälle wurden aufgenommen und ebenfalls isoliert. Drei der Patienten sind schwer erkrankt und werden auf der Intensivstation beatmet.

Die Planung des klinikinternen Krisenstabs, der seit einigen Wochen nahezu täglich zusammenkommt, sieht vor, dass alle COVID-19-Patienten zunächst im Krankenhaus Hofheim versorgt werden. Entsprechende wurde die Erweiterung der Intensivkapazitäten vorbereitet aber auch für die Behandlung weniger schwer verlaufender Fälle Platz auf isolierten Normalzimmern bzw. -stationen geschaffen.

Zeitgleich stellen sich die Kliniken aber darauf ein, dass die Kapazitäten in Hofheim nicht ausreichen könnten. Auch im Krankenhaus Bad Soden sind daher Vorkehrungen für isolationspflichtige Patienten getroffen und eine eventuell erforderliche Erweiterung der Intensivkapazitäten vorbereitet worden. Bei entsprechendem Bedarf könnten nach heutigem Stand bis zu 33 Beatmungsplätze für schwer erkrankte Patienten in den Kliniken zur Verfügung stehen. Unter anderem wird dies möglich, indem ein Trakt des OP-Bereichs isoliert und zur Intensivstation umgewandelt wird. Nachdem elektive, nicht dringliche Operationen derzeit verschoben werden, ist dies möglich geworden. Eine weitere Aufstockung der Intensivkapazitäten mit zusätzlichen Beatmungsgeräten wird vorbereitet.

Zum derzeitigen Stand verfügen die Kliniken über ausreichenden Vorrat an Schutzkleidung und Schutzmasken für Ärzte und Pflegekräfte im Umgang mit infizierten Patienten.
„Wir sind aktuell gut gerüstet für die Behandlung von Corona-Patienten, schauen aber - wie derzeit alle Beteiligten in Gesundheitswesen und Politik, aber auch die breite Bevölkerung - sorgenvoll auf die steigenden Infektionszahlen“, kommentiert Dr. Thomas Müller als Ärztlicher Direktor die Entwicklung. Daher mahnt auch der Lungenexperte: „Bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause, wenn Sie nicht im Gesundheitswesen oder in einem der anderen sogenannten infrastrukturkritischen Bereiche arbeiten!“

Zu den Vorbereitungen des Krankenhauses gehört es auch, dass das Personal zum einen in den patientennahen Bereichen in den zurückliegenden Wochen intensiv von der Krankenhaushygiene im Umgang mit infizierten Patienten gemäß den Richtlinien des klinikeigenen Hygieneplans geschult wurde. Auch stehen die Hygienemitarbeiter aktuell im engen Austausch mit den Bereichen, die bereits Verdachtsfälle und Corona-Patienten behandeln. Zum anderen wurden z. B. Ärztinnen und Ärzte, die ansonsten chirurgisch ausgebildet sind und somit im Krankenhausalltag wenig mit Infektionskrankheiten zu tun haben, entsprechend geschult. „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über alle Berufsgruppen hinweg sind sehr engagiert und mit hoher Konzentration bei der Sache. Das ist klasse!“, beschreibt Geschäftsführer Stefan Schad die Motivation der Mitarbeiter.

Ebenso positiv bewertet er das Engagement der Bürgerinnen und Bürger. In den vergangenen Tagen hat die Klinik eine Vielzahl an Unterstützungsangeboten erreicht. Daher hat man sich entschieden, ein Online-Formular für Helfer bereitzustellen. Dieses ist unter www.kliniken-fmt.de/wir-wollen-helfen/ oder hier auf der Website abrufbar. „Aktuell benötigen wir noch keine Unterstützung und wir hoffen, dass die Maßnahmen von Bund und Ländern greifen, die Infektionskurve niedrig bleibt und wir somit die Unterstützungsangebote nie in Anspruch nehmen müssen. Dennoch möchten wir auf den absoluten Ernstfall vorbereitet sein und schnell und unkompliziert Unterstützung hinzuziehen zu kommen“, erläutert Schad. Hauptsächlich werden Personen gesucht, die eine medizinische oder pflegerische Ausbildung absolviert haben oder sich im Medizinstudium befinden. Sie würden dann im Ernstfall in der regulären Patientenversorgung und nicht bei COVID-Patienten eingesetzt. Doch auch Menschen mit anderen Berufen sollen sich gerne registrieren. Sie könnten bei administrativen Tätigkeiten oder in der Logistik unterstützen.

Kontakt + Auskunft

Unsere Telefonzentralen erreichen Sie unter
Bad Soden: 06196/656
Hofheim: 06192/983

 
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