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23.03.2020

#Bleibtzuhause gilt nicht für medizinische Notfälle

Die Kliniken Frankfurt-Main-Taunus appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger der Region, bei medizinischen Notfällen auch weiterhin ins Krankenhaus zu gehen. Denn nur dort können u. a. Schlaganfälle und Herzinfarkte adäquat versorgt werden.

„Die Berliner Charité hatte am Wochenende gemeldet, dass sie seit Beginn der Corona-Welle gerade bei diesen Erkrankungen einen signifikanten Rückgang der Patientenzahlen verzeichnet. Wir möchten diesem Trend in Frankfurt, dem Main-Taunus-Kreis und der Rhein-Main-Region vorbeugen und die Bürgerinnen und Bürgern daran erinnern, wie wichtig es für die Genesung ist, bei entsprechenden Symptomen zeitnah in ein Krankenhaus zu gehen – auch in Zeiten von Covid-19“, erläutern PD Dr. Carsten Dalchow und Dr. Thomas Müller, die Ärztlichen Direktoren der Verbund-Krankenhäuser in Frankfurt Höchst bzw. im Main-Taunus-Kreis. Das Gleiche gilt für Beinbrüche, stark blutende Wunden, Blinddarmentzündungen und andere akute Notfälle.

Prof. Thorsten Steiner, Chefarzt der standortübergreifenden Stroke Unit (Schlaganfalleinheit) des Klinikverbundes, sieht z. B. in der aktuellen Corona-Lage einen großen Hemmschuh für Patienten mit Schlaganfallsymptomen: „Je früher ein Schlaganfall im Krankenhaus behandelt wird, umso besser sind die Chancen, dass sich ein Patient davon erholt. Wir befürchten jedoch, dass viele bei steigenden Infektions-Zahlen dem Krankenhaus fern bleiben könnten, weil sie Angst vor einer Infektion haben oder weil sie ihre Erkrankung im Vergleich zu Covid-19 für nicht so wichtig halten.“ Dies ist jedoch eine fatale Fehleinschätzung. Zum einen ist die professionelle und zeitnahe Versorgung in vielen Fällen entscheidend für die anschließende Genesung, zum anderen wurden an allen Standorten Vorkehrungen getroffen, um Patienten mit Covid-19-(Verdacht) in der Notaufnahme und auf den Stationen von der übrigen Patientenversorgung zu trennen.

Doch nicht nur für Notfall-Patienten, auch für Schwangere stehen die Geburtskliniken des Verbundes in Frankfurt-Höchst und Bad Soden am Taunus weiterhin offen. In beiden Kreißsälen können die Väter oder eine andere Begleitperson die werdende Mutter bei der Geburt auch weiterhin unterstützen.

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