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23.09.2015


Klinikmitarbeiter protestieren in Bad Soden gegen die geplante Krankenhausreform

Mit einer Protestaktion in der Mittagpause haben am Mittwoch rund 170 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kliniken des Main-Taunus-Kreises in Bad Soden gegen die von Bundesgesundheitsminister Gröhe beabsichtigte Reform der Krankenhausversorgung protestiert. Als Ausdruck ihrer Ablehnung der Reformpläne schickten sie 200 Luftballons und Postkarten mit dem Motto „Krankenhausreform? So nicht!“ auf den Weg nach Berlin, wo am gleichen Tag die zentrale Protestkundgebung der Deutschen Krankenhausgesellschaft stattfand.

„Mit weniger Krankenhäusern, weniger Personal und weniger Geld die Versorgungsqualität verbessern zu wollen – ist ein illusorischer Plan. Weniger Geld für mehr Qualität – das kann nicht funktionieren!“, kommentierte Klinikgeschäftsführer Dr. Tobias Kaltenbach die absehbaren Auswirkungen der Reform anlässlich der „aktiven Mittagspause“ im Krankenhaus Bad Soden. Ein Drittel der deutschen Krankenhäuser schreibe rote Zahlen, neun von zehn Kliniken seien nicht mehr in der Lage, die für eine sichere Zukunft notwendigen Überschüsse zu erwirtschaften. Das müsse auch der Politik und der Öffentlichkeit endlich zu denken geben, erklärte Kaltenbach.
Um ihren Patienten weiterhin die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen, fordern die Krankenhäuser eine faire Finanzierung, die insbesondere sicherstellt, dass das dazu notwendige qualifizierte Personal dauerhaft beschäftigt werden kann und den Kliniken die gesetzlich zustehenden Investitionsmittel zur Verfügung gestellt werden.
Sollte das Reformgesetz unverändert in Kraft treten, droht ein radikaler Einschnitt in Deutschlands Krankenhauslandschaft, befürchtet der Geschäftsführer der Main-Taunus-Kliniken: „In der Branche unkt man schon von "Ausfall-Schließungen" anstatt von "Plan-Schließungen". Denn bislang hat sich noch jeder Politiker davor gescheut festzulegen, welches Krankenhaus denn nun geschlossen werden soll. Wenn aber erst einmal der Zufall durch den Ausfall der Schwächsten die Versorgungsstruktur bestimmt, sollte man sich über einen "Lehman-Effekt" nicht wundern. Auch hier rieten die Experten dazu, ein Exempel zu statuieren, ohne die Konsequenzen nur im Geringsten zu erahnen!“

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