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17.07.2015

Brustschmerzambulanz im Krankenhaus Bad Soden von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie ausgezeichnet

Die Krankenhaus Bad Soden verfügt seit Juni über eine spezielle Ambulanz für Patienten mit unklarem Brustschmerz, die von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als „Chest Pain Unit“ (CPU) ausgezeichnet wurde. Mit der Spezialambulanz soll die Hemmschwelle für Herzpatienten, den Notdienst aufzusuchen oder den Notarzt zu alarmieren, gesenkt werden und so schwere Herzinfarkte vermieden werden.
„Die CPU ist eine Rettungsinsel für Herzpatienten! Bei starken oder beunruhigenden Brustschmerzen, plötzlicher Luftnot oder akuten Kreislaufproblemen sollte der Betroffene möglichst schnell eine Brustschmerzambulanz aufsuchen“, betont der kardiologische Chefarzt, Privatdozent Dr. Christoph Langer, deren unter Umständen lebensrettende Funktion.

Ziel der zertifizierten Brustschmerzambulanz ist es, einen akuten unklaren Brustschmerz rasch und zielgerichtet gemäß den aktuellen Behandlungsleitlinien abzuklären. Die CPU ist Bestandteil der Medizinischen Klinik I für Kardiologie, Gefäß-, Innere und Intensivmedizin und organisatorisch an die allgemeine Notfallambulanz im Krankenhaus Bad Soden angegliedert. Innerhalb von zehn Minuten wird ein eintreffender Brustschmerzpatient von einem Facharzt körperlich untersucht, an ein EKG-Gerät angeschlossen und die Blutuntersuchung veranlasst, um eine lebensbedrohliche Erkrankung, wie einen akuten Infarkt, eine Lungenembolie oder einen Riss der Hauptschlagader zu erkennen. Rund um die Uhr ist an allen Wochentagen zur radiologischen Abklärung ein moderner Computertomograph verfügbar. Zur Akutbehandlung steht bei einem Herzinfarkt – in Kooperation mit der in der Klinik ansässigen Kardiologischen Praxis - jederzeit ein Herzkatheterplatz zur schnellen kardiologischen Intervention zur Verfügung.
Jede Minute bis zur richtigen Diagnose der infarktverdächtigen Beschwerden zählt, denn: „Zeit ist Herzmuskel“, betont Chefarzt Langer.
Die Leitung der CPU, die über vier Betten mit Überwachungsmöglichkeit von Herzrhythmus, Blutdruck und Blutsauerstoffgehalt verfügt, obliegt dem leitenden Oberarzt der Kardiologischen Klinik, Dr. Rifat Kacapor. Brustschmerzpatienten werden zur Diagnose bis zu sechs Stunden in der Spezialambulanz überwacht. Liegt eine behandlungsbedürftige Erkrankung vor, wird der Patient stationär in die Kardiologische Klinik aufgenommen. In der CPU im Krankenhaus Bad Soden wurden im vergangenen Jahr 634 Patienten behandelt. Etwa jeder 10. Patient musste zur weiteren Behandlung stationär aufgenommen werden.

Untersuchungen aus Deutschland, den USA und England belegen, dass die Etablierung einer CPU zu einer signifikanten Reduktion tödlicher Herzinfarkte führen kann. 300.000 Menschen erleiden jährlich in Deutschland einen Herzinfarkt. Die Sterblichkeit infolge eines Infarktes konnte in den letzten Jahrzehnten um rund 40 Prozent reduziert werden. Bundesweit gibt es derzeit 226 Brustschmerzambulanzen, die an kardiologische Kliniken angegliedert sind.

Kontakt + Auskunft

Unsere Telefonzentralen erreichen Sie unter
Bad Soden: 06196/656
Hofheim: 06192/983

 
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