Amputationen

Amputationen

Obwohl die moderne Gefäßmedizin eine große Palette an Therapieoptionen zur Verfügung stellen kann, gibt es immer wieder Situationen, in denen keine Therapie mehr möglich ist. Hier bleibt als letzte Möglichkeit nur die Amputation, um den Patienten aus einer lebensbedrohlichen Situation zu bringen.

Bei einer Vielzahl von fortgeschrittenen Gefäßverschlüsse ist keine rekonstruktive Maßnahme mehr möglich. In diesen Fällen steht auch keine medikamentöse Therapie mehr zur Verfügung. Die Endstrecke ist eine schwerer lebensbedrohlicher Infekt, der nur durch eine Unter- oder Oberschenkelamputation vermieden werden kann.

Das generell in Deutschland bestehende Problem besteht darin, dass in manchen Fällen zu früh amputiert wird, obwohl durch spezielle gefäßchirurgische ode rauch interventionelle Techniken eine Revaskularisation noch möglich ist. Dies gilt insbesondere für Patienten mit einem diabetischen Fuß. Wir haben die Möglichkeit, dass wir zusammen mit den Diabetologen sowie durch eine breit gefächertes Wundmanagement eine umfassendes Therapieangebot realisieren können. Dies kann in manchen Fällen die amputation vermeiden oder zumindest hinauszögern. Nur so können unsere Patienten sicher sein, dass nur dann amputiert wird, wenn wirklich nichts mehr geht.


Die Amputation bedeutet für jeden Patienten einen schweren Eingriff in seine körperliche Identität und Integrität und stellen eine schwere psychische Belastung dar. Es ist daher eine schwere, aber ungemein wichtige Aufgabe des Arztes und der Angehörigen, den Patienten vor und nach der Operation zu begleiten und ihm das das Gefühl zu vermitteln, derselbe wie zuvor zu sein. Vielfach ist aber auch festzustellen, dass der Patient eine Amputation anfänglich komplett ablehnt, nach der Amputation aber merkt, dass er nun wieder aktiv werden kann und dass Schmerzen infolge der Mangeldurchblutung, Geruchsbelästigungen und Nekrosen an den Füssen endlich beseitigt sind.

Amputationshöhe:

Bei eine Amputation gilt grundsätzlich, dass die Höhe so gewählt wird, dass möglichst viel Gewebe des Beines erhalten wird. Allerdings muß die Amputationshöhe so gewählt werden, dass die Wunde auch heilt. Daher muß machmal bei Nekrosen an den Zehen eine Unterschenkelamputation, oder bei Nekrosen am Unterschenkel eine Oberschenkeloperation durchgeführt werden. Manchmal reicht auch eine Zehenamputation aus, dies ist insbesondere nach erfolgreicher Bypassoperation der Fall.

Mögliche Amputationszonen sind:
• Oberarm
• Unterarm
• Finger
• Oberschenkel
• Kniegelenk
• Unterschenkel
• Vorfußbereich
• Zehen

Therapie nach einer Amputation

In der früh-postoperativen Phase ist eine gute Schmerztherapie entscheidend, denn nur so ist auch eine frühe Mobilisation möglich. Nur dann kann der Patient dazu angehalten werden, den Amputationsstumpf aktiv zu bewegen. Dies ist insbesondere nach Unterschenkelamputation sehr wichtig. Bei unzureichender Bewegung kann es sehr schnell zu Kontrakturen im Bereich des Kniegelenkes kommen, die im Extremfall sogar eine effektive prothetische Verorgung des Stumpfes unmöglich machen können.
Bei reizlosen Wundverhältnissen und buter Mobilisationsfähigkeit kann noch während des stationären Aufenthaltes durch einen Orthopädiemechaniker eine Interimsprothese angefertigt werden. Mit dieser kann dann bereits eine intensive krankengymnastische Übungsbehandlung beginnen. Wünschenswert ist eine frühe orthopädische Rehabilitationsbehandlung in speziellen Kliniken, wo dann auch die definitive Prothese angepaßt wird.

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