Erkrankungen der Schilddrüse

Schilddrüse


Jährlich werden in Deutschland weit über 100.000 Schilddrüsenoperation durchgeführt, die damit zu den häufigsten Eingriffen in der Allgemeinchirurgie zählen. Zu den Indikationen für eine Operation gehören neben der normalen knotigen Schilddrüsenvergrößerung (Zysten, kalte und heiße Knoten, degenerative Knoten) auch bösartige Erkrankungen der Schilddrüse sowie Autoimmunerkrankungen. Außerdem gehören Erkrankungen der Nebenschilddrüse mit zu dem Indikationsspektrum.

Wenn Areale der Schilddrüse in der Schilddrüsenszintigraphie kein Jod speichern, werden sie als kalte Knoten bezeichnet. Da fehlende Jodspeicherung aber auch praktisch für alle bösartigen Schilddrüsenveränderungen zutrifft, ist der szintigraphische Befund eines kalten Knotens stets weiter zu untersuchen. Die Häufigkeit einer bösartigen Veränderung in einem kalten Knoten liegt zwischen 1% und 10%. Da die operative Entfernung aller kalten Knoten nicht realisierbar ist, kommt es auf eine Eingrenzung der Fälle mit erhöhtem Risiko für eine bösartige Veränderung an. Folgende Verdachtsmomente sind hierfür ausschlaggebend:

• Rasches Wachstum
• Sehr derbe Konsistenz
• Frühere Bestrahlung des Halses
• Alter <25 Jahren und >60 Jahren
• Unscharfte Randbegrenzung in der Ultraschalluntersuchung
• Auffälliger Befund nach Schilddrüsenprobepunktion

Operative Therapie

Ziel der Operation ist die Entfernung von krankhaft verändertem Schilddrüsengewebe. Das belassen von knotig verändertem Gewebe führt häufig zu einem Wiederauftreten bzw. Nachwachsen der Schilddrüse. Eine erneute Operation ist aber immer mit einem deutlich erhöhten Risiko, den Stimmbandnerven zu verletzen, behaftet. Daher muß häufig entweder eine Seite oder auch die gesamte Schilddrüse entfernt werden. Dies gilt insbesondere beim vorliegen von kalten Knoten. Bei der Operation selbst kommen modernste Techniken zur Anwendung. Die Patienten erhalten die bestmögliche Behandlung von sehr erfahrenen Chirurgen, die über eine große persönliche Erfahrung und eine exzellente operative Ausbildung verfügen. Die Verwendung der Lupenbrille eines Nervenidentifikationsgerätes (Neuromonitoring) der neuesten Generation ist Standard. Nur so kann eine sehr geringe Komplikationsrate realisiert werden. Alle Patienten werden sowohl vor als auch nach dem Eingriff von einem Hals-Nasen-Ohren-Facharzt kontrolliert. Sollte es zu einer (meist nur vorübergehenden) Stimmbandnervenschädigung gekommen sein, werden entsprechende Maßnahmen ergriffen, zu denen auch eine logopädische Behandlung gehört. Um ein kosmetisch optimales Ergebnis zu erreichen, wird der operative Schnitt wird bereits vor der Operation angezeichnet und es wird äußerst schonend präpariert.

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