Kaiserschnitt

Sectio caesarea nennt man die Schnittentbindung oder den sogenannten Kaiserschnitt. Der letzte Begriff ist eigentlich eine falsche Übersetzung, hat sich aber inzwischen in unserem Wortschatz etabliert.

Sicherlich ist nach wie vor die Entbindung über den natürlichen Geburtsweg die optimale Entbindungsmethode. Dennoch gibt es Gründe und Situationen in denen eine Schnittentbindung durchgeführt werden muß.
Unsere Kaiserschnittrate liegt deutlich unter dem Durchschnitt aller hessischen Kliniken.

Dank der sanften, modernen Operations- und Anästhesietechniken stellt der Eingriff kein großes körperliches und psychisches Trauma dar. Kaiserschnittentbindungen sind heute komplikationsarm und die Mütter können sich sehr schnell ihrem neugeborenen Kind zuwenden. Ein positiver Nebeneffekt ist die Schonung der Beckenbodenstrukturen, insbesondere auch der Muskulatur.

Die Schnittentbindung ist ein operativer Eingriff der durchgeführt wird, wenn eine sofortige Entbindung im Interesse von Mutter, Kind oder beiden geboten ist und der kindliche Kopf noch hoch steht oder aber in den Fällen, in denen eine Entbindung über den natürlichen Geburtsweg unmöglich oder mit hohen Gefahren für Mutter und Kind verbunden ist. Durch verbesserte Operationstechniken, schnelle und schonende Operationsverfahren sowie gute Narkosetechniken stellt die Schnittentbindung heute ein operatives Verfahren mit nur geringen Risiken dar. Wir führen bei uns den sanften Kaiserschnitt nach der Methode von Misgav-Ladach durch, wobei individuell die Vorgehensweise modifiziert werden kann.

Die moderne Operationstechnik beinhaltet weniger Schnitte, mehr stumpfes Auseinanderdrängen und hierdurch geringere Blutverluste, kürzere Operationszeiten, schnellere Erholungsphasen bei den Wöchnerinnen. Drainagen werden heute nur noch in Ausnahmefällen gelegt. Um optimale kosmetische Ergebnisse zu erzielen werden Nahttechniken und Nahtmaterialien angewandt, die auch in der plastischen Chirurgie zum Einsatz kommen. Nach der Operation sind keine Infusionen mehr erforderlich, da die jungen Mütter gleich essen und trinken dürfen. Mütter, die stillen möchten, können sogleich noch im Kreißsaalbereich ihr Neugeborenes anlegen. Durch diese modernen Operationsverfahren sind die Erholungsphasen kürzer und somit auch die stationäre Aufenthaltsdauer.

Nicht nur bei geplanten Kaiserschnitten kann die werdende Mutter sich aussuchen, ob sie den Eingriff mittels Spinalanaesthesie, d. h. einem örtlichen Betäubungsverfahren, oder in Vollnarkose durchführen lassen möchte. Lediglich in den selten auftretenden plötzlichen Notsituationen kann eine Vollnarkose notwendig werden, da die Zeit vom Legen bis zur vollen Wirksamkeit der Spinalanaesthesie in diesen Fällen zu lange dauern würde.

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