Patientenverfügung

Foto: Lebensverlängernde Apparate

Mit einer Patientenverfügung können Sie bestimmen, wie Sie in einer Situation, in der sich nicht mehr selbst entscheiden können, medizinisch behandelt werden wollen.

Die immer besser werdende Technik ermöglicht es heutzutage, auch bereits irreversibel Geschädigte, Bewußtlose und Sterbende durch den Einsatz von Apparaten am Leben zu erhalten. Nach der geltenden Rechtslage sind die Ärzte verpflichtet, dies auch zu tun.

Das gilt allerdings nicht, wenn sie in einer sogenannten Patientenverfügung dem widersprechen. Hier können Sie regeln, wie Sie behandelt werden möchten und in welchem Falle Sie keine lebensverlängernden Maßnahmen wünschen.

Wichtig ist, dass Sie sich vor der Abfassung intensiv mit der möglichen Situation des Sterbens befassen, auch wenn dies schwer fällt. Sie sollten die Verfügung in jedem Falle mit Ihrem Hausarzt oder einem anderen Arzt Ihres Vertrauens besprechen. Ebenfalls sollten Sie ihre Angehörigen und Bezugspersonen über Ihre Wünsche und Vorstellungen informieren. Die Verfügung sollte dem Arzt oder einem engen Vertrauten zur Aufbewahrung gegeben werden, damit sie im Ernstfall im Krankenhaus vorgelegt werden kann.

Die Verfügung sollte von Zeit zu Zeit überprüft und dies auch mit Datum und erneuter Unterschrift auf der Verfügung dokumentiert werden.

Eine Patientenverfügung entfaltet keine rechtliche Verbindlichkeit. Für die Feststellung Ihres Willens ist sie für den behandelnden Arzt jedoch der wichtigste Anhaltspunkt. Je genauer und zeitlich näher die Verfügung getroffen wurde, umso sicherer gibt sie auch zum Zeitpunkt der Behandlung Auskunft und bietet für Ihren behandelnden Arzt eine Grundlage für sein Handeln.


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