Schlafbezogene Atmungsstörungen

Unser Hauptaugenmerk bei den Untersuchungen gilt der Schlafapnoe, dem Schnarchen mit aufgehobener Atmung.
Derzeit leiden etwa 4% der Bevölkerung in Deutschland unter der Schlafapnoe. Diese Erkrankung ist damit etwa genauso häufig wie die Zuckerkrankheit. Die sogenannte Dunkelziffer dürfte um einiges höher liegen.
Leider wird das Schnarchen noch oft als harmlos angesehen.

Männer sind vom Schnarchen und der Schlafapnoe etwa 2-3 Mal häufiger betroffen als Frauen. Die Ursachen für diese Erkrankung sind in erster Linie:

  • das männliche Geschlechtshormon (Testosteron),
  • eine geerbte Veranlagung zum Schnarchen (dies ist bislang noch nicht definitiv bewiesen),
  • die nachlassende Spannkraft des eigenen Bindegewebes
  • eine "Fehlsteuerung" des Gehirns im Schlaf
  • Übergewicht und Genußmittel ( Rauchen, Alkohol ).

Wer sollte im Schlaflabor untersucht werden?
Menschen, die seit geraumer Zeit unter einem oder mehreren der folgenden Symptome leiden:

  • anhaltende Ein- oder Durchschlafstörungen,
  • Müdigkeit oder Einschlafneigung am Tag, kurzes "wegnicken" bei monotonen Tätigkeiten (lesen, fernsehen), Sekundenschlaf beim Autofahren
  • nächtliches Herzrasen, nächtliche Luftnot, vermehrt nächtliches Wasserlassen oder vermehrt nächtliches Schwitzen
  • starkes und/ oder unregelmäßiges Schnarchen mit und ohne Atempausen
  • Patienten mit erhöhtem und/oder schwer einstellbarem Bluthochdruck
  • Patienten mit Herzrhythmusstörungen oder mit Verengung von Herzkranzgefäßen
  • Patienten die eine Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten haben
  • Diabetiker
  • an M. Parkinson erkrankte

Wie kommen Sie zu uns ?
Hat Ihr Arzt (Hausarzt, Lungenfacharzt, Hals-Nasen-Ohren Arzt, Neurologe) aufgrund bestimmter Voruntersuchungen den Verdacht, dass Sie unter einer Schlafstörung oder nächtlichen Atempausen ("Schlafapnoe") leiden, kann er Sie bei uns anmelden und zur stationären Untersuchung einweisen.
Wir werden dann den Aufnahmetermin mit Ihnen persönlich absprechen. Außerdem erhalten Sie von uns einen Brief mit Informationsmaterial über den Aufenthalt, den Dingen die Sie mitbringen sollten und eine Wegbeschreibung.

Die Dauer Ihres Aufenthaltes beträgt mindestens 2 und höchstens 4 Nächte. Auch tagsüber nutzen wir die Zeit und besprechen mit Ihnen den weiteren Ablauf, untersuchen Tagesmüdigkeit, zeigen und geben Ihnen weitere Hilfen für einen besseren, gesünderen und wieder erholsamen Schlaf.

Was untersuchen wir?
Die genaue Schlafuntersuchung im Schlaflabor umfaßt immer :

  • Messen der Hirnströme (EEG) im Schlaf,
  • die Augen- und Muskelbewegungen im Schlaf (EOG und EMG),
  • EKG (Aufzeichnung der Herzaktion),
  • den Luftstroms an Mund und Nase,
  • die Körperposition während des Schlafs,
  • die Atembewegungen von Brust und Bauch,
  • den Sauerstoffgehalts im Blut über einen Fingersensor.

Am nächsten Morgen findet ein ausführliches Gespräch über die Ergebnisse und die eventuell notwendige Therapie statt.
Derzeit ist die erfolgreichste Therapie, bei einer ausgeprägten Schlafapnoe, die nächtliche Beatmung mit einem sogenannten CPAP-Gerät. Hierbei wird über einen Schlauch Raumluft, in der Regel über eine Nasenmaske, zugeführt. Mit dieser Therapie wird die nächtliche Atmung und der Schlaf normalisiert, das Schnarchen tritt allenfalls noch sehr selten auf und die oft beschriebene Müdigkeit am Tage besteht dann nicht mehr.

Natürlich muß man sich an die Schlafsituation und die Therapie erst gewöhnen. Trotz der vielen "Kabel" die wir am Patienten anbringen müssen und der zunächst ungewohnten Umgebung, ist unsere Erfahrung, dass die Patienten recht gut und ungehindert bei uns schlafen können.

Vereinfachung für AOK-Versicherte

AOK-Versicherte aus Hessen haben aufgrund des Vertrag zur "Integrierten Versorgung von Patienten mit einer schlafbezogenen Atmungsstörung" (Schlafapnoe, Schnarchen, nächtliche Atempausen), den die AOK-Hessen und die Kliniken des Main-Taunus Kreises geschlossen haben, Vorzüge bei der Behandlung in unserem Schlaflabor.
Nähere Informationen finden Sie hier!

Kontakt + Auskunft

Unsere Telefonzentrale erreichen Sie unter
06192/983

Im Internet

Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin

Fotos
Foto: Patientin mit Atemmaske zur Behandlung der Schlafapnoe

Patientin mit Atemmaske zur Behandlung der Schlafapnoe

 
Schriftgröße einstellennormalvergroessern Kontrast erhöhenKontrast erhoehen Kontrast verringernKontrast verringern