Stationäre Versorgung

Foto: Patienten sitzen zusammen am Tisch

Vollstationäre Versorgung

Körperliche und/oder geistige Gebrechen oder eine geringere Belastbarkeit können dazu führen, dass Menschen sich für einen Umzug in ein Alten- und Pflegeheim entscheiden.
Voraussetzung hierzu ist das Vorliegen eines Pflegegrades. Den Antrag auf Leistungen aus der Pflegeversicherung für vollstationäre Pflege muß der Versicherte bei seiner Pflegekasse stellen. Der MdK (medizinische Dienst der Krankenkassen) stellt die Pflegebedürftigkeit sowie die Notwendigkeit für vollstationäre Pflege fest. Damit seitens der Pflegeversicherung Leistungen erbracht werden können, muß es sich um eine zugelassene Pflegeeinrichtung mit einem Versorgungsvertrag für vollstationäre Dauerpflege handeln.

Die Höhe der Leistungen für vollstationäre Pflege ergeben sich aus dem Pflegegrad. Die Leistungen der PV werden zwischen Pflegekasse und Altenheim direkt abgerechnet. Mit ihren Beiträgen übernehmen die Pflegekassen die pflegebedingten Aufwendungen, die Aufwendungen der medizinischen Behandlungspflege und der sozialen Betreuung. Der einrichtungseinheitliche Eigenanteil für die Pflegegrade 2 bis 5 ist festgeschrieben und umfasst die Kosten für Unterkunft und Verpflegung.

Da die Alten- und Pflegeheime einen einrichtungsbezogenen Eigenanteil mit den Pflegekassen verhandeln, muss mit der aufnehmenden Einrichtung der Eigenanteil besprochen werden. Reicht das Einkommen des Versicherten nicht aus und ist kein verwertbares Vermögen (Freibetrag z. Zt. 2.301,- Euro) vorhanden, um die Heimkosten zu bezahlen, wird beim zuständigen Sozialamt die Übernahme der ungedeckten Heimkosten beantragt.

Wer einen Platz in einem Alten- und Pflegeheim sucht, muß fast immer mit Wartezeiten rechnen. Zeitspannen bis zu einem Jahr sind keine Seltenheit. Bei kurzfristig erforderlichen Heimunterbringungen hat der Betroffene keinen Anspruch auf einen Pflegeplatz im Altenheim seiner Wahl. Wer in ein Altenheim seiner Wahl einziehen möchte, sollte sich frühzeitig um einen Platz kümmern und sich kostenfrei auf die Warteliste setzen lassen. Um spätere Enttäuschungen zu vermeiden, ist es ratsam, sich die Einrichtung anzuschauen und mit der Aufnahmeleitung ein persönliches Gespräch zu führen, um die Angebote der Einrichtung, aber auch die entstehenden Kosten zu klären.

Links zum Thema:

- Liste der Altenpflegeheime in der Umgebung

- Seniorenresidenz Main-Taunus-Kreis

- www.sozialnetz.de

Teilstationäre Versorgung

Reicht ambulante Versorgung durch einen professionellen Pflegedienst nicht aus und vollstationäre Unterbringung ist nicht oder noch nicht erforderlich, so besteht Anspruch auf teilstationäre Pflege in einer Vertragseinrichtung der Tagespflege. Durch die teilstationäre Versorgung kann beispielsweise eine pflegende Angehörige teilweise entlastet werden. Mit den Tagespflegeeinrichtungen können in der Regel individuellen Betreuungszeiten vereinbart werden.

Wie bei den vorgenannten Versorgungsmöglichkeiten ist auch bei der teilstationären Unterbringung die Kostenfrage und der eventuelle Eigenanteil zu klären. Ist parallel ein professioneller Pflegedienst eingeschaltet, so reicht in der Regel die Leistung der Pflegekasse nicht aus. Auch hier ist die Möglichkeit des Bundessozialhilfegesetzes zu überprüfen.

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