Schilddrüse

Die Operationen an der Schilddrüse zählen mit zu unseren häufigsten Eingriffen.

Gründe für Operationen an der Schilddrüse

Die in Deutschland häufigste Ursache für Erkrankungen der Schilddrüse ist der Jodmangel. In Deutschland werden mit der Nahrung täglich im Durchschnitt nur ca. 100 Mikrogramm Jod aufgenommen. Der wirkliche Bedarf eines Erwachsenen liegt allerdings bei 200 Mikrogramm. Um dem Mangel entgegen zu wirken, sollte jodiertes Speisesalz im Haushalt verwendet werden.

Durch den Mangel kommt es zu einer fortwährenden Stimulation des Größenwachstums der Schilddrüse durch die Hirnanhangdrüse (Hypophyse). In Folge kann eine vermehrte Knotenbildung im Schilddrüsengewebe hervorgerufen werden.

Wir empfehlen die Schilddrüsenoperation in folgenden Fällen:

Schilddrüsenvergrößerung,
die neben kosmetischer Sichtbarkeit zur Verlagerung und Einengung der Luft- und Speiseröhre, und damit zu Luftnot und Schluckbeschwerden (Kloßgefühl am Hals) führt.

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose),
die mit medikamentöser Behandlung nicht dauerhaft zu kontrollieren ist, insbesondere:
Warme Knoten, die unkontrolliert Hormone produzieren, und
Morbus Basedow, eine Erkrankung der Schilddrüse, die mit Vergrößerung, schnellem Pulsschlag (Überfunktion) und hervortretenden Augen einhergeht.

"Kalte Knoten",
die kein Schilddrüsenhormon mehr herstellen, bzw. speichern können. Kalte Knoten können bösartige Veränderungen begünstigen.

Bösartige Schilddrüsenerkrankungen
sollten operiert werden. Gelegentlich kann auch eine Radiojodbehandlung erforderlich sein.

Rezidivstrumen,
bereits früher operierte Schilddrüsen, die trotz medikamentöser Vorbeugebehandlung erneut wachsen

Operationstechnik
Zu Ihrer Sicherheit verfügen wir über ein elektronisches Gerät, mit dem während der Schilddrüsenoperation ein sog. "Intraoperatives Neuromonitoring" des Stimmbandnerven (Nervus recurrens) durchgeführt werden kann.
Dabei wird eine Nadelelektrode in die Stimmbandmuskulatur eingebracht. Durch einen Reizstrom wird dann jede Muskeltätigkeit der Stimmbänder angezeigt und der Stimmbandnerv kann in der Schilddrüse genau verfolgt werden. Das Verletzungsrisiko des Nerven wird damit weiter reduziert!

Operationstermine
werden bei uns kurzfristig vereinbart! In den meisten Fällen ist eine Operation am Tag der Aufnahme möglich. Sie müssen mit einer Aufenthaltsdauer von 2 bis 4 Tagen rechnen.

Nachbehandlung
Die Nachbehandlung erfolgt in der Regel durch Ihren Hausarzt. Für den dauerhaften Erfolg ist es wichtig, daß durch genaue Dosierung der Schilddrüsenmedikamente ein neuerliches Drüsenwachstum verhindert wird. Die Berechnung erfolgt nach dem Körpergewicht und dem verbliebenen Schilddrüsenrest. Die Dosisanpassung wird anhand von Laboruntersuchungen 4 bis 6 Wochen nach der Operation durchgeführt. Darüberhinaus empfehlen wir jährliche Ultraschallkontrollen.

Kontakt + Auskunft

Unsere Telefonzentrale erreichen Sie unter
06196/656

Fotos
Zeichnung: Lage der Schilddrüse

Lage der Schilddrüse

Foto: Ausgeprägte "Kropfbildung"

Ausgeprägte "Kropfbildung"

Foto: Freiburger Münster

Darstellung des Problems
am Freiburger Münster

Foto: Gerät zur Überwachung des Stimmbandnerven

Gerät zur Überwachung
des Stimmbandnerven

 
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