Tumore der Bauchspeicheldrüse

Ein Tumor in der Bauchspeicheldrüse bedeutet nicht automatisch ‚Krebs‘, auch wenn das sogenannte Adenokarzinom der häufigste und bösartigste Tumor der Bauchspeicheldrüse ist. Grundsätzlich gilt, dass bei einem Tumor der Bauchspeicheldrüse eine aggressive Diagnostik erfolgen muss und im Zweifel immer eine Operation notwendig ist.
Neben dem duktalen Adenokarzinom, das sich aus den Gangzellen des Pankreas entwickelt, gibt es eine Reihe anderer Tumore, zu denen unter anderem das muzinöse, nicht zystische Karzinom, das neuroendokrine Karzinom, das Azinuszellkarzinom und das IPMN (intraduktale papilläre Neoplasie) gehören.

Symptome

Leider gibt es bei Tumoren des Pankreas keine typischen Frühsymptome. Ein starker Gewichtsverlust ist häufig schon Zeichen eines fortgeschrittenen Tumors. Daneben gibt es unspezifischen Symptomen (so genannte B-Symptomatik), zu denen Abgeschlagenheit, verringerte Leistungsfähigkeit, oder intensives nächtliches Schwitzen gehören. Ein plötzlich aufgetretener Diabetes bei einem Patienten über 50 Jahre sollte auch einmal an einen Pankreastumor denken lassen.

Ist der Tumor im Kopf der Bauchspeicheldrüse lokalisiert, kann es frühzeitig als erstem Symptom zu einer schmerzlosen Gelbsucht (Ikterus) kommen. Diese ist charakterisiert durch eine gelbliche Verfärbung der Skleren (der normalerweise weiße Anteil des Augapfels) und der Haut und der Schleimhäute, durch einen bierbraun gefärbten Urin sowie durch einen starken Juckreiz, der zu Kratzexzessen führen kann. Diese Symptome signalisieren eine Abflussstörung der Galle in den Zwölffingerdarm durch einen Tumor im Bereich des Pankreaskopfes.

Wächst der Tumor so, dass er den Zwölffingerdarm einengt, kann es zu Magenentleerungsstörungen kommen, die zu einem wiederholten Erbrechen nach dem Essen führen und den Patienten sehr belasten.

Tumore im Bauchspeicheldrüsenkörper und -schwanzbereich machen seltener Symptome und können bis zur Erstdiagnose eine beträchtliche Größe erreichen. Wenn der Tumor in die in der Umgebung des Pankreas reichlich vorhandenen Nervenfasern (Plexus coeliacus) einwächst, kommt es zu chronischen und zunehmenden Rückenschmerzen.

Verteilung

Die Verteilung der Tumore der Bauchspeicheldrüse ist wie folgt: 70% der Fälle im Bauchspeicheldrüsenkopf, 20% im Bauchspeicheldrüsenkörper und 10% im Bauchspeicheldrüsenschwanz. Risikofaktoren für die Entwicklung eines Pankreaskarzinoms sind das Rauchen, die familiären Belastung, das familliäre Pankreaskarzinom sowie die chronische Pankreatitis.

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