Diabetesschulung und -beratung
Diabetes mellitus - diese Diagnose muss immer häufiger gestellt werden. In Deutschland ist im Durchschnitt jeder Zwanzigste Diabetiker, in der Altersgruppe über 70 Jahre sogar schon jeder Fünfte!
Diabetes mellitus - eine Diagnose mit einschneidender Veränderung
Wird die Diagnose Diabetes mellitus gestellt, ist die Verunsicherung groß. Es scheint, als müsse daraufhin das ganze Leben umgestellt werden. Blutzuckerselbstmessung, Tabletten einnehmen oder Insulin spritzen - das sind Dinge, die bisher völlig unbedeutsam waren und von nun an zum Alltag gehören. Beim Typ 1 Diabetes beginnt eine lebenslange Behandlung mit Insulin. Das Auftreten des Typ 2 Diabetes erfordert einen Abstimmungsprozeß, bei dem blutzuckersenkende Medikamente, individueller Lebensstil, Ernährung, Bewegung und Entspannung in ein gesundes Gleichgewicht gebracht werden müssen.
Wir bieten Ihnen unsere Hilfe an
Wir führen Einzelschulungen und Gruppenschulungen zu folgenden Themen durch: Was ist Diabetes, Blutzucker-Selbstkontrolle, Grundlagen der Ernährung, Insulintherapie, Tabletten/Gewichtsreduktion, Unterzuckerung, Spritzhilfen, Injektionstechniken, Folgeerkrankungen, Insulinpumpentherapie und Gestationsdiabetes.

Das Diabetes-Team: (von links) Diabetesberaterin (DDG) Claudia Leippert, Chefarzt Prof. Dr. Clemens Jaeger, Diätassistentin Annette Stelling und Teamarzt Mathias Bürstell.
Mögliche Einweisungsgründe für eine stationäre Behandlung
Eine stationäre Behandlung Ihrer Diabetes mellitus kann in folgenden Fällen erforderlich sein:
- zur Ersteinstellung eines Diabetes mellitus Typ 1 mit akuter Stoffwechselentgleisung
- zur Ersteinstellung auf Insulinpumpe, insbesondere wenn komplizierende Begleit- oder Folgeerkrankungen bestehen
- zur Erst- oder Neueinstellung eines Diabetes mellitus Typ 2 (auf Insulin), insbesondere wenn komplizierende Begleit- oder Folgeerkrankungen bestehen
- bei einer therapierefraktären Insulinresistenz
- bei einer wiederholten Hypoglykämien (Unterzuckerungen)
- bei begleitenden psychosozialen Problemen im beruflichen, familiären oder sozialen Umfeld
- bei einer schwere Retinopathie und chroniche Hyperglykämie
- im Falle von Behinderungen und Mobilitätseinschränkungen, bei denen das Aufsuchen einer Praxis nicht zugemutet werden kann (z.B. gehbehinderter Patient, geriatrischer Patient)
- bei ausgesprochenem Wunsch von Patient, Hausarzt oder Diabetologischer Schwerpunktpraxis.

Der Gesundheits-Paß Diabetes (GPD) hilft, die medizinische Versorgung von Diabetikern zu verbessern. Er gibt einen Überblick über Untersuchungstermine und -ergebnisse und unterstützt die Kommunikation und Kooperation zwischen Patient und Arzt.






