Behandlung von Schlaganfällen
Unterschreitet die Hirndurchblutung eine kritische Schwelle, so kommt es zu zeitlich begrenzten oder auch anhaltenden Störungen des betroffenen Hirngebietes. Der Patient kann durch verwaschene Sprache, Wortfindungsstörung bis hin zur Sprachlosigkeit, Bewegungsstörungen bzw. Schwäche von Arm und Bein oder völliger Lähmung von beiden auffällig werden.
In 85 % der Fälle wird dies durch Blutmangel - überwiegend im vorderen Hirnkreislauf (90 %) - verursacht.
In Frage kommen bei einem Viertel der Patienten Blutgerinnsel, die sich aus dem Herzen in Richtung Gehirn bewegen - häufig bei unregelmäßiger Arbeit der Vorkammern des Herzens (Vorhofflimmern/ Vorhofflattern). Eine konsequente Blutverdünnung mit Marcumar bietet einen sehr effektiven Schutz.
Bei etwa 20 % der betroffenen Patienten lösen sich kleine Kalkbrösel oder Blutgerinnsel - überwiegend von einer verengten Gefäßgabel am Hals ausgehend - und richten im Gehirn Schaden an.
Diese Engstellen können mittels Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Halsgefäße sehr effizient aufgedeckt werden.
Die Behandlung besteht zunächst in einer Blutverdünnung, die das Verklumpen der Blutplättchen verhindert (Aspirin oder Clopidogrel). Sind diese Gefäßverengungen hochgradig, werden sie mit einem Ballonkatheter aufgedehnt und durch eine Gefäßstütze (Stent) stabilisiert oder alternativ operiert.
In etwa 20 % der Schlaganfälle verstopfen kleine Gefäße im Gehirn (lakumäre Schlaganfälle). Die Diagnose liefert eine Röntgenuntersuchung des Schädels (CT Schädel). Die Behandlung besteht - wie bei allen Formen des Schlaganfalls - ebenfalls in einer konsequenten Beseitigung aller die Gefäße bedrohenden Risikofaktoren wie auch in einer Blutverdünnung mit sogenannten Thrombozytenaggregationshemmern (Aspirin, Clopidogrel).

Die Abbildung zeigt eine Engstelle im Bereich der Halsgefäßgabel, vor und nach Dehnung mittels Ballonkatheter.






