Praktische Hinweise

Hier finden Sie noch einige praktische Hinweise zu den Fragen, wer in einer Geriatrischen Klinik sinnvollerweise behandelt werden soll, wie er dorthin kommt, wie lange er dort bleibt und was nach dem Krankenhausaufenthalt geschieht.

Sie wollen wissen, wer in einer solchen Abteilung behandelt wird und wann eine solche Behandlung sinnvoll sein kann, für Sie oder Angehörige?

Dies ist eigentlich eine schwierige Frage, dennoch der Versuch einiger Antworten.

Alter und Krankheitsbild
Natürlich werden in der Geriatrische Abteilung überwiegend ältere Menschen behandelt. Das Durchschnittsalter unserer Patienten liegt um die 81 Jahre. Allein das Alter ist nicht entscheidend. Wichtig ist unter anderem einerseits das Vorliegen mehrerer Erkrankungen, andererseits die persönliche Einstellung zur Lebenssituation.

Motivation zur Selbständigkeit
Ganz wichtig ist der Wille, selbst wieder vieles oder alles machen zu können, was vor einer Erkrankung möglich war. Wer sich aufgegeben hat und lieber nur noch gepflegt wird, der wird in einer Geriatrie nicht glücklich sein. Hier heißt es nämlich, sich wie im normalen Leben zu verhalten. Das bedeutet, daß man sich selber wäscht, täglich anzieht, selber ißt und möglichst alle therapeutischen Angebote mitmacht. Ohne Fleiß kein Preis.
Natürlich wird dies im Anfang der Behandlung nicht immer möglich sein und natürlich erhalten Sie die notwendige Hilfe zur Selbsthilfe. Ziel ist aber ist die größtmögliche Unabhängigkeit.

Motivation wozu noch?
Mobilität erfordert körperliches Training. Eine gestörte Sprache will wieder gebessert werden. Das Schlucken geht vielleicht nicht mehr und muß neu erlernt werden. Dies sind Beispiele von Bereichen, die Sie oder Ihre Angehörigen viele Mühe kosten können und müssen. Nur Übung macht des Meister. Und jeder weiß, wie schwer manchmal ein innerer Schweinehund zu überwinden ist.

Ihr Ziel ist unser Ziel
Die meisten Menschen fühlen sich zu Hause am wohlsten und möchten auch nach einer Krankenhausbehandlung dorthin zurück. Um die 80 % unserer Patienten schaffen das auch und sehen ihre „vier Wände“ wieder. Dennoch gibt es Situationen, in denen Krankheiten Ihre Fähigkeiten unwiederbringlich zerstört haben und Sie auf dauerhafte weitere, intensive Hilfe, besonders auch in den Nachtstunden, angewiesen sind. Hier hilft Ihnen unsere Sozialberatung für Sie geeignete Möglichkeiten zu finden.

Seniorenheime
Viele Menschen entschließen sich auch bei bester Gesundheit, das weitere Leben in einem Seniorenheim zu verbringen und gewinnen dadurch oft neue Lebensperspektiven und neue Bekannte. Alles ist eine persönliche Entscheidung.

Wenn uns das Gehirn verläßt
Wenn Ihre Angehörigen unter einer Demenz leiden und wer hat nicht von der Alzheimerschen Erkrankung gehört, so muß eine stationäre Versorgung sehr gut überlegt sein, weil ein solcher Mensch oft einen ganz eigenen Tagesrhythmus hat, der mit dem eines Krankenhauses meist gar nicht harmonisieren will, oft durch kleinste Änderungen der Umgebung ( Räumlichkeiten, Therapeuten) völlig verunsichert wird und nicht in der Lage ist, intensivere therapeutische Angebote zu nutzen. Gegebenenfalls kann eine Behandlung versucht werden. Wenn aber der Patient nach wenigen Tagen eher unglücklicher und verzweifelter wird, an fremdem Ort mit fremden Menschen, auch wenn diese auf das erhaltene Gefühlsleben eingehen, leben zu müssen, muß von vorne herein gesichert sein, daß einer schnellen weiteren häuslichen Versorgung nichts im Wege steht.

Nun haben Sie vielleicht eine Vorstellung, wann eine stationäre Behandlung in der Geriatrischen Abteilung sinnvoll ist. Aber wie kommen Sie oder Ihre Angehörigen dorthin?

Sie kommen von zu Hause
Sind Sie zu Hause und halten einen diagnostischen und therapeutischen Aufenthalt für sinnvoll, so sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, der eine entsprechende Einweisung ins Krankenhaus verfügen muß, ohne die in unserem Gesundheitssystem die Verpflichtung zur Bezahlung Ihrer Kasse nicht gegeben ist. Wir sind ein Akutkrankenhaus, in das Sie ohne vorherige Genehmigung der Kasse aufgenommen werden können.
Da wir jedoch in der Regel alle verfügbaren Betten belegt haben, sollte eine Terminabsprache durch Sie oder den Hausarzt erfolgen. Innerhalb weniger Tage wird dann meist eine telephonische Einbestellung möglich sein. So wie Sie sicher sein sollen, daß Sie nicht von heute auf morgen das Krankenhaus verlassen müssen, ist es auch bei den aktuell stationären Patienten erforderlich, die Entlassung zu planen. Daher ist eine Einbestellpraxis nötig und möglich.

Sie kommen aus einem Krankenhaus
Sind Sie in einer Klinik, möglicherweise in einer Abteilung der Kliniken des MTK GmbH.
Dann wird der Sie behandelnde Arzt Sie bei uns zu einer Untersuchung, einem sogenannten Geriatrischen Konsil, anmelden. Wir werden Sie aufsuchen, Sie untersuchen und mit Ihnen sprechen. Nach der Entscheidung, die Behandlung zu versuchen, vereinbaren wir dann den Übernahmetermin, ebenfalls wieder nach dem Vorhandensein frei werdender Betten.

Jetzt interessiert es Sie sicherlich, wie lange eine solche Behandlung dauert und was danach geschieht.

Sie wollen wissen, wie lange eine Behandlung dauert?
Weil viele Gesichtspunkte eine Rolle spielen, jeder Mensch anders ist und dies besonders im Alter, lassen sich keine festen Zeiträume zu Beginn abschätzen.
Mit den Kostenträgern, sprich Ihren Krankenkassen, wurde eine mittlere Aufenthaltsdauer im Krankenhaus festgelegt, die ungefähr 3 Wochen beträgt. Tatsächlich liegt dieser Zeitraum bei uns auch um die 21 Tage. Für den einzelnen Patienten sagt dies natürlich nichts aus. Wir haben Patienten, die nach wenigen Tagen die Abteilung verlassen, aber auch solche, die viele Wochen bei uns bleiben.

Kontakt + Auskunft

Unsere Telefonzentrale erreichen Sie unter
06192/983

 
Schriftgröße einstellennormalvergroessern Kontrast erhöhenKontrast erhoehen Kontrast verringernKontrast verringern