Gallenblasen-Operation
Heutzutage werden 90% aller Gallenblasenoperationen kameragestützt (laparoskopisch) durchgeführt. Für den laparoskopischen Eingriff benötigen wir nur 4 kleine Schnitte von je 5-12 mm Länge. Bei der bisherigen "offenen" Vorgehensweise hingegen wird die Bauchdecke über einen relativ großen Schnitt (10 - 20 cm) eröffnet, häufig mit Durchtrennung der großen Bauchmuskulatur.
Zur Operation: Die Operation wird in jedem Fall in Vollnarkose durchgeführt.Ziel der Operation ist die Entfernung der Gallenblase samt der darin liegenden Steine. Nach Darstellung des Gallenblasenganges wird dieser mit zwei Titanclips verschlossen und durchtrennt. Gleiches geschieht mit dem kleinen Blutgefäß das die Gallenblase versorgt. Anschließend wird die Gallenblase aus dem Leberbett ausgeschält und evtl. mit einem Beutel über die Öffnung am Nabel herausgezogen. Wegen anfallender Flüssigkeitsreste (Blut etc.) wird häufig noch eine Drainage eingelegt. Diese wird meist am 2 - 3 Tag nach der Operation gezogen. Selten kann die Operation wegen vorgefundener anatomischer Besonderheiten (z.B. Verwachsungen, Lageanomalien, schwere Entzündung) oder wegen technischer Probleme nicht in der Kameratechnik beendet werden. Dann ist aus Sicherheitsgründen ein Umstieg auf die traditionelle Methode notwendig. Aufenthalt und Schonung nach dem Eingriff Der Aufenthalt nach laparoskopischem Vorgehen beträgt meist 3-4 Tage, nach konventionellem Operieren 7-8 Tage.
Trotz der kurzen Verweildauer in der Klinik und der schnellen Wundheilung nach der laparoskopischen Methode, sollte nicht vergessen werden, daß bis zur vollständigen Genesung noch einige Tage Schonung erforderlich sind, denn durch die schonendere Operation hat sich am eigentlichen Operationsprinzip nichts geändert. Aus unserer Sicht ist anschließend keine besondere Diät erforderlich.






