Gallensteine
In Deutschland sind etwa 30% der Frauen und 15% der Männer über 40 Jahren Gallensteinträger.
Bei einem Viertel bis zur Hälfte dieser Gallensteinträger treten therapiebedürftige Beschwerden auf.
Manche Nahrungsmittel werden schlecht vertragen, wie z.B.: fetthaltige Speisen, Eier, Tee und Kaffee, Kuchen usw.. Kommt es in diesem Zusammenhang zum Auftreten von Fieber ist dies Ausdruck einer Entzündung, was eine umgehende medizinische Behandlung notwendig macht. Über die Ursachen der Gallensteinentstehung gibt es keine ganz gesicherten Erkenntnisse.
Anzunehmen ist eine Kristallisation des in der Leber gebildeten, übersättigten Gallensaftes, der je nach Zusammensetzung zu verschiedenen Gallensteintypen führt. In der Regel werden die Gallensteine mit einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) festgestellt. In seltenen Fällen (ca. 8-12% der Gallensteinträger mit Symptomen) kommt es zum Auftreten von Gallensteinen im Hauptgallengang. Hier kann es zu einem Verschluß desselben mit Rückstau der Galle in die Leber kommen. Das führt dann zu einem Übertreten des Gallenfarbstoffes ins Blut und zu einer Gelbverfärbung, zunächst sichtbar im Auge, und dann an der Hautoberfläche.
In diesem Fall wird vor der laparoskopischen Operation eine Spiegelung der Gallenwege via Speiseröhre/Magen/
In der gleichen Sitzung können dann meistens nach einem kleinen Schnitt am Ausführungsgang die Gallensteine mit einem Metallkörbchen entfernt werden.
Die eigentliche Operation wird dann in der Regel ein bis zwei Tage später durchgeführt. Sie wird durch dieses Vorgehen wesentlich erleichtert. Falls auf diese Weise die Steine nicht zu entfernen sind, muß aber wie früher die Gallenblase auf konventionellem Wege entfernt werden. Dabei wird dann zusätzlich der Hauptgallengang eröffnet und die Steine mit einem Löffelchen und weiteren Instrumenten entfernt.






