Bauchspiegelung
Bei der Bauchspiegelung (Laparoskopie) kann man mithilfe einer kleinen Kamera das Innere der Bauchhöhle mit allen Organen betrachten.
Mit zwei bis drei weiteren kleinen Schnitten können Eingriffe an diesen Organen vorgenommen werden (z.B. Entfernung der Gallenblase oder des Blinddarmes, Lösen von Verwachsungen nach früheren Operationen).
Gründe für die Durchführung einer Bauchspiegelung:
- Schnelle Abklärung akuter Bauchschmerzen
- Gezielte Abklärung zur Operabilität und Prognose einer Erkrankung (Probenentnahme)
So wird untersucht:
Zu Beginn wird am Nabel ein etwa 1-1,5 cm langer Hautschnitt durchgeführt. Über eine dünne Nadel werden ca. 3-4 Liter Kohlensäuregas (CO2) in die Bauchhöhle eingegeben. Dadurch hebt sich die Bauchdecke an und es entsteht ein Raum, in dem sich der Operateur orientieren kann.
Danach wird eine Videokamera, die an einem optischen Stab befestigt ist, in die Bauchhöhle eingeführt. Mittels eines starken Kaltlichtes wird die Bauchhöhle ausgeleuchtet. Da die Beweglichkeit sehr gut ist und auch abgewinkelte Optiken zur Verfügung stehen, lassen sich die Bauchorgane gut überblicken, teilweise besser als bei geöffnetem Bauch. In einem weiteren Schritt werden dann unter Sicht von innen die Arbeitszugänge an sinnvollen Plazierungsstellen angebracht. Eine Verletzungsgefahr innerer Organe ist damit so gut wie sicher ausgeschlossen.Zum Schluß werden die Arbeitszugänge (Trokare) entfernt und das Gas abgelassen. Die kleinen Hautschnitte werden mit einzelnen Nähten verschlossen.






