Fruchtwasserpunktion (Amniocentese)
Die Punktion der Amnionhöhle ( Amniozentese ) ist inzwischen ein Routineeingriff, der schon mehrere Jahrzehnte durchgeführt wird. Am häufigsten kommt der Eingriff zum Ausschluß von Chromosomenstörungen in der Frühschwangerschaft zum Einsatz. Gründe eine Fruchtwasserpunktion durchzuführen bestehen aber auch während des gesamten Schwangerschaftsverlaufes. Bei der Fruchtwasserpunktion kann Fruchtwasser zur weiteren Diagnostik entnommen werden, sie wird aber auch in Einzelfällen bei Behandlungen des erkrankten Feten durchgeführt. Eine Möglichkeit ist hierbei die Punktion der Nabelschnur mit Entnahme von Blutproben (sog. Cordozentese ). Zum Ende der Schwangerschaft kann über eine Fruchtwasserpunktion auch eine Reifebestimmung des Feten erfolgen.
Unter Ultraschallsicht wird unter sterilen Bedingungen eine dünne Nadel in die Fruchthöhle geführt und hier Fruchtwasser abpunktiert. Der Eingriff wird von den Patientinnen in der Regel als nicht schmerzhaft bezeichnet. Durch die modernen Präparationstechniken liegen die Ergebnisse heute bereits nach etwa 7- 10 Tagen vor. Für einzelne Chromosomen gibt es auch die Möglichkeit eines Schnelltestes ( FISH- Test ). Hier liegt das Ergebnis bereits am Folgetag vor. Die Fruchtwasserpuntion wird empfohlenermaßen in der 16. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Die vor einiger Zeit noch propagierte Frühamniozentese ist heute wieder verlassen worden.
In unserer Abteilung werden die Fruchtwasserpunktionen täglich durchgeführt. Termine hierzu sind mit dem Sekretariat unserer Abteilung zu vereinbaren ( Rufnummer 06196- 657801 ).
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne, auch in einem persönlichen Gespräch, zur Verfügung.






