Schlafstörungen

Foto: Frau mit Wecker

Dass die Schlafqualität von Nacht zu Nacht variiert, kennt jeder von uns. Allerdings leidet etwa 20 % der Bevölkerung in Deutschland unter erheblichen und dauerhaften Schlafstörungen.
Man unterscheidet zwischen primären Schlafstörungen, die aus sich heraus entstehen, und Schlafstörungen in Folge einer anderen psychischen Störung, wie etwa einer Depression.

Schlafstörungen können also Symptom sein aber auch ein eigenständiges Krankheitsbild darstellen.

Schlafstörungen als Symptom können zunächst viele Ursachen haben. Neben Schmerzen und vermehrtem Harndrang sind aber auch Herz-Kreislauferkrankungen, Zuckerkrankheit oder Schilddrüsenerkrankungen zu nennen. Hier gilt es zunächst einmal die Grunderkrankung zu erkennen und ggf. zu behandeln.
Deshalb sollte bei Schlafstörungen zunächst der Hausarzt aufgesucht werden. Oftmals bringen gezielte Behandlungen sowie einzelne Verhaltensmassnahmen, wie regelmäßige Bettzeiten und allmähliche Verringerung der geistigen und körperlichen Aktivität zur Nacht, deutliche Besserung.

Bei kurzzeitigen Schlafstörungen, die kürzer als 4 Wochen andauern und aufgrund einer vorübergehenden belastenden Situation entstanden sind, können z.B. Entspannungsübungen und über einen kurzen Zeitraum auch Schlafmittel zum Einsatz kommen.

Haben diese Maßnahmen keinen Erfolg oder besteht die Schlafstörung ( Insomnie ) länger als 4 Wochen, sollte der Hausarzt oder ein Neurologe aufgesucht werden. Ihr Hausarzt oder Neurolge wird die Symptome überprüfen und weitere Maßnahmen einleiten.
Häufig versteckt sich hinter einem gestörten Schlaf auch eine Störung der Psyche, die oft nur für Fachleute erkennbar ist.

Sollte auch die Behandlung des Neurologen keine wesentliche Verbesserung der Situation erzielen, kann eine weitere Abklärung durch das Schlaflabor sinnvoll sein.

In dieser Zeit werden nicht nur der Schlaf und die Psyche intensiv untersucht, sondern auch folgende therapeutische Maßnahmen durchgeführt werden:

  • Informationsvermittlung: Was ist Schlaf überhaupt?
  • Maßnahme für guten Schlaf ("Schlafhygiene")
  • Veränderung der Einstellung dem Schlaf gegenüber
  • Umgang mit Stress
  • Entspannungsmethoden
  • Genußtraining
  • sportliche Aktivität
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